„Herr der Mächte, sei mit uns!“

Gesänge aus dem Triodion (Vorfasten, Fastenzeit und Karwoche)

I. Fastenzeit

1. Aus der Großen Komplet

1.1 „Herr der Mächte, sei mit uns …“ (6. Ton) im Wechsel mit Versen von Psalm 150 (antiochen.-orth. Tradition)
Originaltext des Refrains: يا رب القوات كن معنا/المطران بولس يازجي

Arabischer Text in Umschrift (Audio):

„Yarab al quwati,
kun ma’ana
fa inna hu laisalana
fil ahazani mu’i nun si wak
Yarab al quwat irhamna.“

Text des Refrains auf Deutsch:

„Herr der Mächte,
sei mit uns,
denn außer Dir haben wir niemand,
der uns in unserer Drangsal hilft.
Herr der Mächte, erbarme Dich unser.“

Text des Refrains auf Englisch (Audio):

„O Lord of Hosts
be with us
for we have no other help
in times of sorrows
but Thee.
O Lord of Hosts, have mercy on us.“

1.2 „Gegrüßet seist, Du“ (Hymnos Akathistos, Plagal im 1. Ton, nach griech.-orth. Tradition)

II. Aus der Großen und Heiligen Woche (Karwoche)

Einführung in die Große und Heilige Woche

Jeder Tag der Großen und Heiligen Woche (Karwoche) ist einem besonderen Aspekt der Passion gewidmet:

1. Der Samstag vor Palmsonntag wird „Lazarus-Samstag“ genannt, weil das Tagesevangelium an die Erweckung des Lazarus erinnert.

1.1 Koinonikon „Freu‘, freue dich , oh Bethanien“ (antiochen.-orth. Tradition, komponiert von Metr. Athanasios Attallah von Homs, 1853-1923)

Arabischer Text (Audio):

افرحي يا بيتَ عنيا نحـوكِ
وافى الإلهْ من بِهِ الأمواتُ تَحيا كيفَ لا وهو الحياة









إن مرتا استقبلتْهُ ببكـاءٍ و عويـلْ وشكتْ لمَّا رأتْهُ شدةَ
الحزنِ الطويلْ









صرخت بالحالة ربي … أنت عوناً للرفيق
فا أعني إن قلبي …. ذاب من فقد الشقيق











قال كفِّي عن بكاكِ ودعي هذا النحيبْ واعلَمي أنَّ أخاكِ سوفَ يحيَا عنْ قريبْ









ثمَّ نحوَ اللَّحدِ بادرْ ذلكَ
الفادي الأمينْ حيثُما نادَى لعازرْ انهضَنْ يا ذا الدَّ‍فينْ











أيُّها الأختانِ هيَّا وانظُرا الأمرَ العجيبْ عادَ مَنْ في اللَّحدِ حيَّا فاشكُرا الفادي الحبيبْ










لك يا رب البرايا نحن نجثو بخشوع اننا موتى الخطايا بك نحيا يا يسوع

افرحي يابيت عنيا …. نحوك وافى الإله
من به الأموات تحيا …. كيف لا وهو الحياه

Umschrift:


afrihi ya byteunyana nhwk wafaa al’ilh min bih alamwat tahya kyf la wahu alhaya






‚iina Marta astqblth bbka‘ w ewyl wshkt lmma rath shdt alhzn altwyl








surikhat bialhalat rabiy … ‚ant ewnaan lilrafiq
fa ‚aeni ‚iina qalbi …. dhab min faqad alshaqiq







qal kffi ean bkak wadaei hdha alnhyb waelamy ann akhak swf yhya en qryb







thmm nhw alllahd badr dhlk alfady alamyn hythuma nadaa leazr anhdan ya dha aldda‍fyn







ayuha al’akhtan hayaa wanzura al’amr alejib qam min fi allahad hayaa washkura alfadi alhbib







lak ya rabu albaraya nahn najthu bikhushue ‚anana mawtaa alkhataya bik nahyanaan ya yusue


Deutsche Übers. (Audio):

Freu‘, freue dich, Bethanien.
Siehe, Gott kommt heute zu dir. Er erweckt die Toten wieder zum Leben; so ziemt es sich, denn das Leben ist Er.

Und Martha eilt Ihm entgegen mit der Trauer Tränen im Gesicht, und sie schüttet Ihm aus ihren Herzens Schmerz, laut ist ihre Klage:
Wehe mir!



Ohne Zögern erhebt sie ihre Bitte zu Ihm: Du, mein barm-herziger Herr, Du, mein Herr, durch den schweren Verlust meines Bruders Lazarus wird mir das Herz gebrochen: Hilf mir!

Jesus sagt ihr: Lass ab vom Weinen, beende dein Klagelied. Denn dein Bruder, mein Freund Lazarus, sehr bald wird er wieder leben, er wird leben.


Dann geht er, der treue Heiland, zu dem Grab, in dem ruht Sein Freund, und Er ruft zu ihm, dem vier Tage Toten, mit Seiner klaren Stimme: Lazarus, steh‘ auf!

Schnellen Fußes nun kommet, ihr Schwester, zu schauen die wunderbare Tat! Eurer Bruder kehrt wieder zum Leben zurück. Euch gibt ihn Jesus wieder, Er leert sein Grab.

Dir, dem Herr und Retter der Schöpfung, gebühren unsre Ehrfurcht und Dank, denn uns allen, den Toten der Sünden wegen, gewährst Du, guter Gott, das Leben in Dir.

Englische Übers. (Audio):

Rejoice, rejoice, O Bethany!
On this day God came to thee,
And in Him the dead are made alive,
As it is right for He is the Life.



When Martha went to receive Him,
Grieving loudly with bitter tears,
She poured out the sorrow of her heart to Him
With great sadness, wailing her lament.

She at once cried out unto Him:
„My most compassionate Lord, my Lord,
At the great loss of my brother Lazarus
My heart is broken, help me.“



Jesus said to her, „Cease your weeping,
Cease your grieving and sad lament;
For your brother, My most beloved friend, Lazarus,
Very soon will live again.“

Then He, the faithful Redeemer,
Made His way unto the tomb,
Where he cried unto him who was buried four days,
Calling him forth, saying „Lazarus, arise.“


Come with haste, ye two sisters,
And behold a wondrous thing,
For your brother from the tomb has returned to life.
To the beloved Redeemer now give thanks.

To Thee, O Lord of creation,
We kneel down in reverence profound,
For all we who are dead in sin,
In Thee, O Jesus, are made alive.



2. Der Große und Heilige Montag (Karmontag) ist der Erinnerung an Joseph (den Sohn Jakobs) aus dem Alten Testament gewidmet und an den unfruchtbaren Feigenbaum, den Christus verfluchte und der durch sein Wort verdorrte.
(Alle liturgischen Texte auf Griechisch finden sich hier.)

Während dieser Zeit:

2.1 Troparion „Schau, der Bräutigam kommt“ (griech.-orth. Tradition)

Griechischer Text (Audio):

Ἰδοὺ ὁ Νυμφίος ἔρχεται
ἐν τῷ μέσῳ τῆς νυκτός,
καὶ μακάριος ὁ δοῦλος,
ὃν εὑρήσει γρηγοροῦντα,
ἀνάξιος δὲ πάλιν,
ὃν εὑρήσει ῥαθυμοῦντα.




Βλέπε οὖν ψυχή μου, μὴ τῷ ὕπνῳ κατενεχθῇς, ἵνα μῄ τῷ θανάτῳ παραδοθῇς, καὶ τῆς Βασιλείας ἔξω κλεισθῇς· ἀλλὰ ἀνάνηψον κράζουσα· Ἅγιος, Ἅγιος, Ἅγιος εἶ ὁ Θεός, διὰ τῆς Θεοτόκου, ἐλέησον ἡμᾶς.

Umschrift:


Idoú o Nymfíos érchetai en tó méso tís nyktós,
kaí makários o doúlos, ón evrísei
grigoroúnta,
anáxios dé pálin,
ón evrísei rathymoúnta.

Vlépe oún psychí mou, mí tó ýpno katenechthís, ína mí tó thanáto paradothís, kaí tís Vasileías éxo kleisthís: allá anánipson krázousa:
Ágios, Ágios, Ágios eí o Theós, diá tís Theotókou, eléison imás.

Auf Deutsch:


Schau, der Bräut’gam kommt inmitten der Nacht,
und selig der Knecht, den Er wachend findet,
unwürdig aber der, den Er schlafend findet.

Sieh also zu, meine Seele, dass Du nicht vom Schlaf befallen wirst, damit du nicht dem Tod übergeben und vom Reich ausgeschlossen wirst; sondern sei nüchtern und rufe:
„Heilig, Heilig, Heilig bist Du, o Gott; durch die Fürbitten der Gottesgebärerin erbarme Dich unser!“

2.2 Exapostilarion des Orthros „Dein geschmücktes Brautgemach sehe ich“ (griech.-orth. Tradition)

Griech. Text (Audio):

Τὸν νυμφῶνά σου βλέπω, Σωτήρ μου κεκοσμημένον, καὶ ἔνδυμα οὐκ ἔχω, ἵνα εἰσέλθω ἐν αὐτῷ, λάμπρυνόν μου τὴν στολὴν τῆς ψυχῆς, Φωτοδότα, καὶ σῶσόν με.

Umschrift:

Ton nymfóna sou vlépo sotír mou kekosmiménon
kai éndyma ouk écho
ína eiséltho en aftó.
Lamprynón mou tin stolí tis psychís
Fotodóta kai sóson me.

Dt. Übers.:

Dein geschmücktes Brautgemach sehe ich, mein Erlöser, doch habe ich nichts anzuziehen, um es zu betreten.
Mach strahlend den Überwurf meiner Seele, Lichtspender, und erlöse mich.

3. Der Große und Heilige Dienstag (Kardienstag) ist dem Gleichnis von den zehn Jungfrauen gewidmet. Dieses Gleichnis symbolisiert Glauben und Weitsicht.

Idiomelon der Nonne Kassia «Κύριε, ἡ ἐν πολλαῖς ἁμαρτίαις…». Sie gilt damit als erste Komponistin des Abendlandes überhaupt.

Griech. Text (Audio):

Κύριε, ἡ ἐν πολλαῖς ἁμαρτίαις περιπεσοῦσα γυνή, τὴν σὴν αἰσθομένη θεότητα, μυροφόρου ἀναλαβοῦσα τάξιν, ὀδυρομένη μύρα σοι, πρὸ τοῦ ἐνταφιασμοῦ κομίζει.



Οἴμοι! λέγουσα, ὅτι νύξ μοι, ὑπάρχει, οἶστρος ἀκολασίας, ζοφώδης τε καὶ ἀσέληνος, ἔρως τῆς ἁμαρτίας.



Δέξαι μου τὰς πηγὰς τῶν δακρύων, ὁ νεφέλαις διεξάγων τῆς θαλάσσης τὸ ὕδωρ,


κάμφθητί μοι πρὸς τοὺς στεναγμοὺς τῆς καρδίας, ὁ κλίνας τοὺς οὐρανούς, τῇ ἀφάτῳ σου κενώσει,





καταφιλήσω τοὺς ἀχράντους σου πόδας, ἀποσμήξω τούτους δὲ πάλιν, τοῖς τῆς κεφαλῆς μου βοστρύχοις, ὧν ἐν τῷ παραδείσῳ Εὔα τὸ δειλινόν, κρότον τοῖς ὠσὶν ἠχηθεῖσα, τῷ φόβῳ ἐκρύβη.

Ἁμαρτιῶν μου τὰ πλήθη καὶ κριμάτων σου ἀβύσσους, τίς ἐξιχνιάσει ψυχοσῶστα Σωτήρ μου;




Μή με τὴν σὴν δούλην παρίδῃς, ὁ ἀμέτρητον ἔχων τὸ ἔλεος.

Umschrift:

Kýrie, i en pollaís amartíais peripesoúsa gyní, tín sín aisthoméni theótita, myrofórou analavoúsa táxin, odyroméni mýra soi, pró toú entafiasmoú komízei.

Oímoi! légousa, óti nýx moi, ypárchei, oístros akolasías, zofódis te kaí asélinos, éros tís amartías.


Déxai mou tás pigás tón dakrýon, o nefélais diexágon tís thalássis tó ýdor,


kámfthití moi prós toús stenagmoús tís kardías, o klínas toús ouranoús, tí afáto sou kenósei,



katafilíso toús achrántous sou pódas, aposmíxo toútous dé pálin, toís tís kefalís mou vostrýchois, ón en tó paradeíso Éva tó deilinón, króton toís osín ichitheísa, tó fóvo ekrývi.

Amartión mou tá plíthi kaí krimáton sou avýssous, tís exichniásei psychosósta Sotír mou?

Mí me tín sín doúlin parídis, o amétriton échon tó éleos.

Dt. Übers.:

Herr, die in viele Sünden verstrickte Frau, erkannte Deine Gottheit, nahm die Weisung zur Salbung an und wartete trauernd mit Duftöl Dir vor der Grablegung auf.

Weh mir, spricht sie, weil Nacht mich beherrscht, der Stachel der Lüsternheit, der finstere, mondlose Eros der Sünde.

Nimm an meiner Tränen Fluten, Du, der das Wasser des Meeres in Wolken emporziehst.

Neige Dich den Seufzern meines Herzens zu, der Du die Himmel beugst durch Deine unsagbare Entäußerung.

Küssen will ich Deine makellosen Füße, und sie wieder mit meines Hauptes Flechten trockenen, wie im Paradies Eva, als das Dröhnen an ihre Ohren Drang, aus Furcht sich verhüllte.

Meiner Sünden Zahl und Deiner Gerichte Abgründe, wer kann sie ergründen, mein Seelenerlöse und Heiland?

Mich, Deine Dienerin, verachte nicht, Du, dessen Mitleid doch unermesslich ist.

4. Grosser und Heiliger Mittwoch:

4.1 Troparion des Orthros «Ὅτε οἱ ἔνδοξοι μαθηταί»

Griech. Text (Audio):

Ὅτε οἱ ἔνδοξοι Μαθηταί, ἐν τῷ νιπτῆρι τοῦ Δείπνου ἐφωτίζοντο, τότε Ἰούδας ὁ δυσσεβής, φιλαργυρίαν νοσήσας ἐσκοτίζετο, καὶ ἀνόμοις κριταῖς, σὲ τὸν δίκαιον Κριτὴν παραδίδωσι.





Βλέπε χρημάτων ἐραστά, τὸν διὰ ταῦτα ἀγχόνῃ χρησάμενον, φεῦγε ἀκόρεστον ψυχήν, τὴν Διδασκάλω τοιαῦτα τολμήσασαν.



Ὁ περὶ πάντας ἀγαθός, Κύριε δόξα σοι.

Umschrift:

Óte oi éndoxoi Mathitaí, en tó niptíri toú Deípnou efotízonto, tóte Ioúdas o dyssevís, filargyrían nosísas eskotízeto, kaí anómois kritaís, sé tón díkaion Kritín paradídosi.



Vlépe chrimáton erastá, tón diá tafta anchóni chrisámenon, fevge akóreston psychín, tín Didaskálo toiafta tolmísasan.

O perí pántas agathós, Kýrie dóxa soi.

Dt. Übers.:

Als die ehrwürdigen Jünger bei der Fuß-waschung beim Abendmahl erleuchtet wurden, da wurde Judas, der Gottlose, von Geldgier befallen und lieferte den gesetzlosen Richtern Dich, den gerechten Richter, aus.

Meide Geldgier, wegen der er sich erhängte,
flieh vor einer verdorbenen Seele, die sich an dem Meister so verging.

Der um alles willen Gute, Herr, Ehre Dir.

5. Grosser und Heiliger Donnerstag:

5.1 Antiphon „Heute ist ans Kreuz gehängt“

Griech. Text (Audio, ges. v. Metr. Christodoulos):

Σήμερον κρεμᾶται
ἐπὶ ξύλου
ὁ ἐν ὕδασι τὴν γῆν κρεμάσας.

Στέφανον ἐξ ἀκανθῶν περιτίθεται
ὁ τῶν ἀγγέλων Βασιλεύς.


Ψευδῆ πορφύραν περιβάλλεται
ὁ περιβάλλων τὸν οὐρανὸν ἐν νεφέλαις.

Ῥάπισμα κατεδέξατο
ὁ ἐν Ἰορδάνῃ ἐλευθερώσας τὸν Ἀδάμ.


Ἥλοις προσηλώθη ὁ Νυμφίος τῆς Ἐκκλησίας.
Λόγχῃ ἐκεντήθη ὁ Υἱὸς τῆς Παρθένου.




Προσκυνοῦμεν σου τὰ πάθη, Χριστέ.
Δεῖξον ἡμῖν καὶ τὴν ἔνδοξόν σου ἀνάστασιν.

Umschrift:



Símeron kremátai
epí xýlou
o en ýdasi tín gín kremásas.

Stéfanon ex akanthón peritíthetai
o tón angélon Vasiléfs.

Psevdí porfýran periválletai
o perivállon tón ouranón en nefélais.

Rápisma katedéxato
o en Iordáni
eleftherósas tón Adám.

Ílois prosilóthi o Nymfíos tís Ekklisías. Lónchi ekentíthi o Yiós tís Parthénou.



Proskynoúmen sou tá páthi, Christé. Deíxon imín kaí tín éndoxón sou anástasin.

Dt. Übersetzung:



Heute ist ans Kreuz gehängt,
der über Fluten die Erde hängte.

Eine Krone aus Dornen trägt er,
der Engel König.


Aus Spott wird mit Purpur umhüllt,
der umhüllt den Himmel mit Wolken.

Schläge erhält er,
der im Jordan
befreite den Adam.


Mit Nägeln ward angenagelt der Bräutigam der Kirche. Mit einer Lanze ward durchbohrt der Sohn der Jungfrau.

Wir verehren Dein Leiden, Christus.
Zeige uns auch Deine herrliche Auferstehung

6. Großer und Heiliger Freitag: Die sog. Enkomia (Lamentationen), die aus drei Staseis bestehen:

6.1 Troparien von Großen und Hl. Samstag „Das Leben im Grab“ (griech.-orth. Tradition)

Griech. Text (Audio):

ΣΤΑΣΙΣ ΠΡΩΤΗ

1. Ἡ ζωὴ ἐν τάφῳ, κατετέθης Χριστέ,
καὶ Ἀγγέλων στρατιαὶ ἐξεπλήττοντο
συγκατάβασιν δοξάζουσαι τὴν σήν.

2. Ἡ ζωὴ πῶς θνῄσκεις; πῶς καὶ τάφῳ οἰκεῖς; τοῦ θανάτου τὸ βασίλειον
λύεις δέ, καὶ τοῦ ᾅδου τοὺς νεκροὺς ἐξανιστᾶς.




3. Μεγαλύνομέν σε, Ἰησοῦ Βασιλεῦ, καὶ τιμῶμεν τὴν Ταφὴν καὶ τὰ Πάθη σου, δι‘ ὧν ἔσωσας ἡμᾶς ἐκ τῆς φθορᾶς.



4. Μέτρα γῆς ὁ στήσας, ἐν σμικρῷ κατοικεῖς, Ἰησοῦ παμβασιλεῦ τάφῳ σήμερον, ἐκ μνημάτων τοὺς θανόντας ἀνιστῶν.




5. Ἰησοῦ Χριστέ μου, Βασιλεῦ τοῦ παντός, τί ζητῶν τοῖς ἐν τῷ ᾅδῃ
ἐλήλυθας; ἢ τὸ γένος ἀπολῦσαι τῶν βροτῶν.




6. Ὁ Δεσπότης πάντων, καθορᾶται νεκρός, καὶ ἐν μνήματι καινῷ
κατατίθεται, ὁ κενώσας τὰ μνημεῖα τῶν νεκρῶν.





7. Ἡ ζωὴ ἐν τάφῳ κατετέθης Χριστέ, καὶ θανάτῳ σου τὸν θάνατον ὤλεσας, καὶ ἐπήγασας τῷ κόσμῳ, τὴν ζωήν.




8. Μετὰ τῶν κακούργων, ὡς κακοῦργος Χριστέ, ἐλογίσθης δικαιῶν ἡμᾶς ἅπαντας, κακουργίας τοῦ ἀρχαίου πτερνιστοῦ.




9. Ὁ ὡραῖος κάλλει, παρὰ πάντας βροτούς,
ὡς ἀνείδεος νεκρὸς
καταφαίνεται, ὁ τὴν φύσιν ὠραΐσας τοῦ παντός.




10. ᾍδης πῶς ὑποίσει, Σῶτερ παρουσίαν τὴν σήν, καὶ μὴ θᾶττον
συνθλασθείη σκοτούμενος, ἀστραπῆς φωτός σου αἴγλη ἐκτυφλωθείς;



11. Ἰησοῦ γλυκύ μοι, καὶ σωτήριον φῶς, τάφῳ πῶς ἐν σκοτεινῷ
κατακέκρυψαι;
ὢ ἀφάτου, καὶ ἀρρήτου ἀνοχῆς!



12a. Ἀπορεῖ καὶ φύσις, νοερὰ καὶ πληθύς, ἡ ἀσώματος Χριστὲ τὸ μυστήριον,
τῆς ἀφράστου καὶ ἀρρήτου σου ταφῇς.





12b. Ἡ Ζωὴ θανάτῳ, θαῦμα! Πῶς ὁμιλεῖ; Πῶς θανάτῳ καταργεῖται ὁ θάνατος;
ἐκ θανόντος πῶς πηγάζει δὲ ζωή; […]

Umschrift:

STASIS PROTI

1. I zoí en táfo,
katetéthis Christé,
kaí Angélon stratiaí exeplíttonto synkatávasin doxázousai tín sín.

2. I zoí pós thnískeis? pós kaí táfo oikeís? toú thanátou tó vasíleion lýeis dé, kaí toú ádou toús nekroús exanistás.


3. Megalýnomén se, Iisoú Vasilef, kaí timómen tín Tafín kaí tá Páthi sou, di‘ ón ésosas imás ek tís fthorás.


4. Métra gís o stísas, en smikró katoikeís, Iisoú pamvasilef táfo símeron, ek mnimáton toús thanóntas anistón.


5. Iisoú Christé mou, Vasilef toú pantós, tí zitón toís en tó ádi elílythas? í tó génos apolýsai tón vrotón.



6. O Despótis pánton, kathorátai nekrós, kaí en mnímati kainó katatíthetai, o kenósas tá mnimeía tón nekrón.



7. I zoí en táfo katetéthis Christé, kaí thanáto sou tón thánaton
ólesas,
kaí epígasas tó kósmo, tín zoín.

8. Metá tón kakoúrgon, os kakoúrgos Christé, elogísthis dikaión imás ápantas, kakourgías toú archaíou pternistoú.

9. O oraíos kállei, pará pántas vrotoús, os aneídeos nekrós katafaínetai, o tín fýsin oraḯsas toú pantós.


10. Ádis pós ypoísei, Sóter parousían tín sín, kaí mí thátton synthlastheíi skotoúmenos, astrapís fotós sou aígli ektyflotheís?


11. Iisoú glyký moi, kaí sotírion fós, táfo pós en skoteinó katakékrypsai? ó afátou, kaí arrítou anochís!


12a. Aporeí kaí fýsis, noerá kaí plithýs, i asómatos Christé tó mystírion, tís afrástou kaí arrítou sou tafís.





12b. I Zoí thanáto, thavma! Pós omileí? Pós thanáto katargeítai o thánatos? ek thanóntos pós pigázei dé zoí? […]




Dt. Übersetzung:

ERSTE STASIS

1. Das Leben, im Grab beigesetzt, Christus,
selbst die Engelheere erbebten, als sie Deinen Hinabstieg rühmten.

2. Leben – wie kannst Du sterben? Wie im Grab wohnen? Doch löst Du des Todes Herrschaft und richtest des Hades Toten auf.

3. Wir preisen Dich, Jesus, König, und ehren Deine Bestattung und Leiden, durch die Du uns erlöstest vom Verderben.

4. Der Du der Erde ihre Weite, ruhst eingeengt, Jesus, Allherrscher, heute im Grab, aus ihren Grüften die Toten erhebend.

5. Jesus Christus, mein König des Alls, was suchst Du bei denen im Hades? Oder erlöst Du gerade das Menschengeschlecht?

6. Der Gebieter des Alls,
lässt sich schauen als Toter und in einer neuen Gruft niederlegen, so dass er aus den Grüften die Toten erhebt.

7. Das Leben wurde im Grab beigesetzt, Christus, und durch Deinen Tod hast Du den Tod vernichtet und der Welt das Leben erworben.

8. Neben den Übeltätern wie ein Übeltäter, Christus, uns alle rechtfertigend gegen der Erzfeindes Übel.


9. Der alle sterbliche Schönheit übertrifft zeigt sich als unansehnlicher Leichnam, der alle Natur erst schön macht.

10. Wie kann der Hades Deine Ankunft, Erlöser, ertragen, ohne dass seine Schatten vergehen, wenn Du ihn als leuchtender Blitzstrahl blendest?

11. Mein süßer Jesus, wie kann Dein erlösendes Licht im Grab verdunkelt bleiben? Oh unsagbar, unbeschreibliche Duldung!

12a. Ausweglos die Natur wie die Schar der Geistig-Körperlosen, Christus, vor dem Mysterion Deiner unsagbare, unbeschreiblichen Bestattung.

12b. Oh befremdliches Wunder! Oh unerhörte Tat! Meines Atems Quell wird ohne Atem fortgetragen und von Josephs Händen niedergelegt. […]

6.2 „Wahrhaft würdig ist es“ (griech.-orth. Trad.)

Griech. Text (Audio):

ΣΤΑΣIΣ ΔΕΥΤΕΡΑ

73. Ἄξιόν ἐστι, μεγαλύνειν σε τὸν Ζωοδότην, τὸν ἐν τῷ Σταυρῷ τὰς χεῖρας
ἐκτείναντα, καὶ συντρίψαντα τὸ κράτος τοῦ ἐχθροῦ.




74. Ἄξιόν ἐστι, μεγαλύνειν σε τὸν πάντων Κτίστην· τοῖς σοῖς γὰρ παθήμασιν
ἔχομεν, τὴν ἀπάθειαν ῥυσθέντες τῆς φθορᾶς.




75. Ἔφριξεν ἡ γῆ, καὶ ὁ ἥλιος Σῶτερ ἐκρύβη, σοῦ τοῦ ἀνεσπέρου φωτὸς Χριστέ, ἐν τῷ τάφῳ δύντος νῦν σωματικῶς.



76. Ὕπνωσας, Χριστέ, τὸν φυσίζωον ὕπνον ἐν τάφῳ, καὶ βαρέως ὕπνου ἐξήγειρας, τοῦ τῆς ἁμαρτίας, τὸ τῶν ἀνθρώπων γένος.




77. Μόνη γυναικῶν, χωρὶς πόνων ἔτεκόν σε Τέκνον, πόνους δὲ νῦν φέρω πάθει τῷ σῷ, ἀφορήτους, ἀνεβόα ἡ Σεμνή.




78. Ἄνω σε Σωτήρ, ἀχωρίστως τῷ Πατρὶ συνόντα, κάτω δὲ νεκρὸν ἠπλωμένον γῆ, καθορῶντα φρίττει νῦν τὰ Σεραφίμ.




79. Ρήγνυται ναοῦ, καταπέτασμα τῇ σῇ Σταυρώσει, κρύπτουσι φωστῆρες Λόγε τὸ φῶς, σου κρυβέντος τοῦ ἡλίου ὑπὸ γῆν.



80. Γῆς ὁ καταρχάς, μόνῳ νεύματι πήξας τὸν γῦρον, ἄπνους ὡς βροτὸς καθυπέδυ γῆν· τῷ θεάματι δε φρῖξον οὐρανέ. […]

Umschrift:

STASIS DEVTERA

73. Áxión esti, megalýnein se tón Zoodótin, tón en tó Stavró tás cheíras ekteínanta, kaí syntrípsanta tó krátos toú echthroú.


74. Áxión esti, megalýnein se tón pánton Ktístin: toís soís gár pathímasin échomen, tín apátheian rysthéntes tís fthorás.

75. Éfrixen i gí, kaí o ílios Sóter ekrývi, soú toú anespérou fotós Christé, en tó táfo dýntos nýn somatikós.


76. Ýpnosas, Christé, tón fysízoon ýpnon en táfo, kaí varéos ýpnou exígeiras, toú tís amartías, tó tón anthrópon génos.



77. Móni gynaikón, chorís pónon étekón se Téknon, pónous dé nýn féro páthei tó só, aforítous, anevóa i Semní.


78. Áno se Sotír,
achorístos tó Patrí synónta, káto dé
nekrón iploménon gí, kathorónta fríttei nýn tá Serafím.


79. Rígnytai naoú, katapétasma tí sí Stavrósei, krýptousi fostíres Lóge tó fós, sou kryvéntos toú ilíou ypó gín.


80. Gís o katarchás, móno névmati píxas tón gýron, ápnous os vrotós kathypédy gín: tó theámati de fríxon ourané. […]

Dt. Übersetzung:

ZWEITE STASIS

73. Würdig ist es zu preisen Dich, den Lebenspender, der am Kreuz seine Arme ausbreitete und die Macht des Widersachers zermalmte.

74. Würdig ist es zu preisen Dich, den Schöpfer von Allem; wurden wir doch durch Deine Leiden gerüstet gegen die Verderbnis.

75. Es erschrak die Erde und die Sonne, Erlöser, verbarg sich, als Du, nachtloses Licht, im Grab nun körperlich versankst.

76. Den lebenspendenden Schlaf, Christus, schliefst Du im Grab, um aus dem Tiefschalf der Sünde zu führen das Menschengeschlecht.

77. Als einzige der Frauen gab ohne Schmerzen ich Dich, doch nun leide ich Schmerzen um Dich, sagt die makelloste Keusche.

78. Die Dich oben, Erlöser, mit dem Vater unauflöslich verbunden sehen und unten auf Erden als Toten, sie erbeben, die Seraphim.

79. Es zerriss der Vorhang des Temepls, da Du gekreuzigt, die Leuchtsterne, Logos, verbaren ihr Licht und die Sonne verschwand unter der Erde.

80. Der mit einem Wink den Erdkreis erschuf, tauchte als Sterblicher atemlos in die Erde, vor dem Schauspiel erbebe, Himmel. […]

6.3 „Alle Geschlechter“ (griech.-orth. Trad.)

Griech. Text (Audio):

ΣΤΑΣIΣ ΤΡΙΤΗ

133. Αἱ γενεαὶ πᾶσαι, ὕμνον τῇ Ταφῇ σου, προσφέρουσι Χριστέ μου.




134. Καθελὼν τοῦ ξύλου, ὁ Ἀριμαθαίας, ἐν ταφῶ σε κηδεύει.



135. Μυροφόροι ἦλθον, μύρα σοι Χριστέ μου, κομίζουσαι προφρόνως.




136. Δεῦρο πᾶσα κτίσις, ὕμνους ἐξοδίους, προσοίσωμεν τῷ Κτίστῃ.





137. Ὡς νεκρὸν τὸν ζῶντα, σὺν Μυροφόροις πάντες, μυρίσωμεν ἐμφρόνως.



138. Ἰωσὴφ τρισμάκαρ, κήδευσον τὸ σῶμα, Χριστοῦ τοῦ ζωοδότου.




139. Οὕς ἔθρεψε τὸ μάννα, ἐκίνησαν τὴν πτέρναν, κατὰ τοῦ Εὐεργέτου.

140. Οὕς ἔθρεψε τὸ μάννα, φέρουσι τῷ Σωτῆρι, χολὴν ἅμα καὶ ὄξος.
[…]






Umschrift:

STASIS TRITI

133. Ai geneaí pásai, ýmnon tí Tafí sou, prosférousi Christé mou.


134. Kathelón toú xýlou, o Arimathaías, en tafó se kidévei.


135. Myrofóroi ílthon, mýra soi Christé mou, komízousai profrónos.


136. Devro pása ktísis, ýmnous exodíous, prosoísomen tó Ktísti.




137. Os nekrón tón zónta, sýn Myrofórois pántes, myrísomen emfrónos.


138. Iosíf trismákar, kídefson tó sóma, Christoú toú zoodótou.


139. Oús éthrepse tó mánna, ekínisan tín ptérnan, katá toú Evergétou.

140. Oús éthrepse tó mánna, férousi tó Sotíri, cholín áma kaí óxos. […]




Dt. Übersetzung:

DRITTE STASIS

133. Alle Deine Angehörigen tragen ein Ruhmlied bei Deinem Begräbnis vor, mein Christus.

134. Vom Holz nimmt Dich der Arimathäer und legt Dich ins Grab.

135. Salberinnen kommen,
mit Düftölen, Dich mein Chrisuts, liebevoll zu pflegen.

136. Die ganze Schöpfung eile herbei, Trauergesänge anzustimmen dem Schöpfer.

137. Wie einen Toten wollen wir den Lebenden mit den Salberinnen liebevoll salben.

138. Dreifachseliger Joseph, richte den Leichnam des lebenspendenden Christus.

139. Die das Manna nährte,
reichent dem Retter
Gall mit dem Essig.

140. Welch ein Unsinn,
dass auch der Christusmörder von den Prophetenmördern stammt! […]



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