Willkommen in der westlichen Orthodoxie, genauer gesagt, in der Orthodoxie mit westlichem Ritus (WR)!

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Der verbreiteten Lesart nach zerbrach im Jahr 1054 die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche in eine West- und in eine Ostkirche. Doch damals exkommunizierten sich bloß wechselseitig Humbert de Silva Candida, der Gesandte Papst Leos IX., und Patriarch Michael I. von Konstantinopel nach gescheiterten Unionsverhandlungen. Mit dem Tod des Papstes und des Patriarchen endete der Bann. Deshalb wurden nachfolgende Päpste später weiterhin in der orthodoxen Liturgie zeitweise kommemoriert.

Hl. Benedikt mit gr. Band

Der hl. Benedikt (ο αγιος Βενεδικτος) in einer griechischen Wandmalerei.

Tatsächlich erst 1729 wurde die östliche Kirche endgültig von der römischen Kirche getrennt durch das Verbot der „communicatio in sacris“ — d. h. die wechselseitige Anerkennung der Sakramente –, das die römische Kongregation für die Glaubensverbreitung Propaganda Fide damals aussprach.

Im Gegenzug erklärten im Juli 1755 die Patriarchen von Konstantinopel, Alexandrien, Jerusalem in Konstantinopel gemeinsam die römisch-katholische Kirche für häretisch. Das Patriarchat von Antiochien schloss sich später an. Bis heute ist diese Verurteilung nicht aufgehoben.

„Aber Moskau „das Dritte Rom“ schloss sich nicht an, sondern verfügte im Gegenteil 1757, dass weiterhin die Sakramente der westlichen Kirche anzuerkennen seien. So bestätigte der Moskauer Metropolit Filaret Drozdov im 19. Jahrhundert.
Filaret wurde am 7. Dezember 1995 in der Kathedrale im Kreml in Moskau heilig gesprochen.
Metropolit Sergij bekräftigte 1931 und 1936 die volle Anerkennung der katholischen Sakramente.
Die russische orthodoxe Kirche hat am 16.12.1969 die Empfehlungen des 2. Vatikanums zur communicatio in sacris übernommen. Am 26.7.1986 (eine Delegation der DBK war gerade in Moskau) hat sie diese Empfehlung bekräftigt, aber ausgesetzt mit Rücksicht auf die anderen orthodoxen Kirchen“ (Zitat Wyrwoll).

Unser Ziel: Wir wollen als orthodoxe Christen den wertvollen Schatz der westlichen Tradition, aus der wir herkommen und in der wir großgeworden sind, bewahren und an andere orthodoxe Christen westlicher Herkunft fruchtbringend weitergeben.
Die geschieht innerhalb der kanonischen orthodoxen Kirche mit dem Segen der kirchlichen Autoritäten, in unserem Fall mit dem Segen des für den westlichen Ritus zuständigen Metropoliten und Ersthierarchen der „Russischen orthodoxen Kirche im Ausland“ (ROCOR) des Moskauer Patriarchats, dessen Amtssitz sich in New York befindet.

„Nie, nie, niemals lasst euch von irgendwem sagen, dass man, um orthodox zu sein, östlich sein muss. Der Westen war für tausend Jahre voll orthodox, und seine ehrwürdige Liturgie ist viel älter als jede seiner Häresien.“
Hl. Johannes (Maximowitsch),
Bischof von Schanghai, Paris und San Francisco

Ausführliche Informationen zum vermeintlichen Trennungsjahr 1054 zwischen Ost- und Westkirche sich hier.

Quellen und Anmerkungen: