Willkommen auf diesen inoffiziellen Seiten, die über den westlichen Ritus (WR) in der Orthodoxie informieren wollen.
Der private Betreiber ist ein Oblaten-Postulant von Kloster Eisbergen. Dort ist bisher der einzige offizielle Ort im deutschen Sprachraum, an dem der Westritus innerhalb der kanonischen Orthodoxie gefeiert und gepflegt wird.

*** Diese Webseite befindet sich noch im Aufbau, weshalb hier Fertiges neben Unfertigem steht. An der Vervollständigung wird gearbeitet.
Trotz besten Wissens und Gewissen lassen sich Fehler nicht ausschließen. Sollte ein gravierender Irrtum auffallen, wäre ich dankbar für einen entsprechenden Hinweis an die im Impressum genannten E-Mail-Adresse, um ihn schnell korrigieren zu können.***

Die Kirche ist der mystische Leib Christi

Der verbreiteten Lesart nach zerbrach im Jahr 1054 die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche in eine West- und in eine Ostkirche. Doch damals exkommunizierten sich bloß wechselseitig Humbert de Silva Candida, der Gesandte Papst Leos IX., und Patriarch Michael I. von Konstantinopel nach gescheiterten Unionsverhandlungen. Mit dem Tod des Papstes und des Patriarchen endete der Bann. Deshalb wurden nachfolgende Päpste später zeitweise weiterhin in der orthodoxen Liturgie kommemoriert.

Hl. Benedikt mit gr. Band

Der hl. Benedikt (ο αγιος Βενεδικτος) in einer griechischen Wandmalerei.

Tatsächlich spaltete sich erst 1729 die römische Teilkirche durch das Verbot der „communicatio in sacris“ (wechselseitige Anerkennung der Sakramente), das die römische Kongregation für die Glaubensverbreitung Propaganda Fide damals aussprach, endgültig von der von der orthodoxen Kirche ab.

Daher erklärten im Juli 1755 konsequenterweise die Patriarchen von Konstantinopel, Alexandrien, Jerusalem in Konstantinopel gemeinsam die römisch-katholische Kirche für häretisch. Das Patriarchat von Antiochien schloss sich später an. Bis heute ist diese Verurteilung nicht aufgehoben.

„Aber Moskau „das Dritte Rom“ schloss sich nicht an, sondern verfügte im Gegenteil 1757, dass weiterhin die Sakramente der westlichen Kirche anzuerkennen seien. So bestätigte der Moskauer Metropolit Filaret Drozdov im 19. Jahrhundert.
Filaret wurde am 7. Dezember 1995 in der Kathedrale im Kreml in Moskau heilig gesprochen.
Metropolit Sergij bekräftigte 1931 und 1936 die volle Anerkennung der katholischen Sakramente.
Die russische orthodoxe Kirche hat am 16.12.1969 die Empfehlungen des 2. Vatikanums zur communicatio in sacris übernommen. Am 26.7.1986 (eine Delegation der DBK war gerade in Moskau) hat sie diese Empfehlung bekräftigt, aber ausgesetzt mit Rücksicht auf die anderen orthodoxen Kirchen“ (Zitat Wyrwoll).

Unser Ziel ist es, als orthodoxe Christen den wertvollen Schatz der westlichen Tradition, aus der wir herkommen und in der wir großgeworden sind, zu bewahren und an andere orthodoxe Christen westlicher Herkunft fruchtbringend weiterzugeben. Dies darf durchaus als ein Beitrag zu Einheit der Christenheit verstanden werden.
Es geschieht innerhalb der kanonischen orthodoxen Kirche mit dem Segen der kirchlichen Autoritäten, in unserem Fall mit dem Segen des für den westlichen Ritus zuständigen Metropoliten und Ersthierarchen der „Russischen orthodoxen Kirche im Ausland“ (ROCOR) des Moskauer Patriarchats, dessen Amtssitz sich in New York befindet.

„Nie, nie, niemals lasst euch von irgendwem sagen, dass man, um orthodox zu sein, östlich sein muss.
Der Westen war für tausend Jahre voll orthodox, und seine ehrwürdige Liturgie ist viel älter als jede seiner Häresien.“
Hl. Johannes (Maximowitsch),
Bischof von Schanghai, Paris und San Francisco

Ausführliche Informationen zum vermeintlichen Trennungsjahr 1054 zwischen Ost- und Westkirche sich hier.

Quellen und Anmerkungen: